Wie wird eine Abfindung berechnet?

Ihnen wurde gekündigt und Sie fragen sich, ob Sie mit einer Abfindung rechnen können und wie hoch diese ausfallen kann? Wir erklären Ihnen in Kürze, wie eine Abfindung berechnet wird.


Gehalt und Beschäftigungszeit entscheidend

Die Höhe der Abfindung basiert darauf, wie lange Sie im Unternehmen gearbeitet haben und wie viel Sie monatlich brutto verdienen. In der Regel verwendet das Arbeitsgericht folgende Formel für die Berechnung einer sogenannten “Regelabfindung”: 0,5 Bruttomonatsgehälter pro volles Beschäftigungsjahr.

Rechenbeispiel

Rechnung bei einer Beschäftigungszeit von 5 Jahren und einem monatlichen Bruttogehalt von 4.000 €

  • 0,5 x 4.000€ monatliches Bruttogehalt = 2000 € Regelabfindung pro Beschäftigungsjahr
  • 2.000 € x 5 Jahre Beschäftigungszeit = 10.000 € Gesamtregelabfindung

In diesem Fall würde die gesamte Regelabfindung bei 10.000 € liegen.

Bei großen, finanzstarken Unternehmen und/oder bei kurzer Beschäftigungsdauer kann in seltenen Fällen auch eine Abfindung von 1,0 Bruttogehältern pro Beschäftigungsjahr ausgehandelt werden. Allerdings schlagen je nach Region die Arbeitsgerichte auch routinemäßig nur 0,25 Gehälter pro Beschäftigungsjahr vor. Sprich: Die “lokal geltende Regelabfindung” kann variieren. Auch bei kleineren und wenig finanzstarken Unternehmen kann die geringere Regelabfindung von 0,25 Gehältern gelten - zum Beispiel bei kleineren Baubetrieben oder Reinigungsunternehmen.

Was gebe ich beim Gehalt genau an?

Das Gehalt ist ein entscheidender Faktor bei der Berechnung der Abfindung. Hierbei ist es üblich, das Bruttogehalt als Berechnungsgrundlage zu nutzen, d.h. eine Abfindungsberechnung auf der Grundlage eines Nettolohns wäre nicht in Ordnung.

Nicht so klar ist dagegen die Antwort auf die Frage, ob Zuschläge, Einmalzahlungen oder regelmäßig anfallende Überstunden in das Monatsgehalt mit einzurechnen sind. Um diese Gehaltsbestandteile bei der Abfindung zu berücksichtigen, teilt man am besten das Jahresgehalt, das normalerweise in der Dezemberabrechnung des letzten Kalenderjahres ausgewiesen wird, durch zwölf. Dadurch errechnet sich meist ein (deutlich) höheres "Monatsgehalt" als wenn man sich die Gehaltsabrechnung des laufenden Monats oder der letzten drei Monate anschaut.

Hier gibt es jedoch keine grundsätzlich "richtige" oder "falsche" Berechnungsmethode. Welches Monatsgehalt zugrunde gelegt wird, ist letzten Endes Verhandlungssache.

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