Abfindung und Steuer

Sie möchten eine Abfindung erhalten und im Voraus wissen, ob diese steuerpflichtig ist? Sie haben keine Rechtsschutzversicherung und möchten erfahren, ob die Anwaltskosten von der Steuer absetzbar sind? Beides erklären wir hier kurz zusammen gefasst.


Ist eine Abfindung steuerpflichtig?

Eine Abfindung ist eine Art des Arbeitslohns und somit steuerpflichtig. Die Abfindung kann allerdings gemäß der sogenannten “Fünftelregelung” ermäßigt besteuert werden..

Was ist die Fünftelregelung?

Nach der Fünftelregelung kann die Abfindung in der Steuererklärung verteilt auf 5 Jahre angegeben werden, wenn sie in Form einer Einmalzahlung zur “Zusammenballung von Einkünften” führt. Eine Zusammenballung von Einkünften liegt vor, wenn die Abfindung höher ist als der Arbeitslohn, den der Arbeitnehmer bei Fortsetzung des Dienstverhältnisses bis zum Ende des Kalenderjahres noch bezogen hätte. Statt in einem Jahr ein sehr hohes Einkommen versteuern zu müssen, wird dann 5 Jahre lang das Einkommen um ein Fünftel der Abfindungssumme erhöht und versteuert. Wichtig zu wissen: Wurde bereits im Arbeitsvertrag vereinbart, dass im Fall der Entlassung eine Abfindung gezahlt wird, kann die Abfindung nicht auf 5 Jahre aufgeteilt werden. In diesem Fall muss die komplette Summe in einem Jahr angegeben werden.

Sonderfall: Abfindung im öffentlichen Dienst ist steuerfrei

Für Abfindungen im öffentlichen Dienst sind besondere Steuerbefreiungen zu beachten. Abfindungen aufgrund der Beamten-(Pensions-)Gesetze sind in vollem Umfang steuerfrei. Hierzu rechnen z. B. Ausgleichszahlungen oder Kapitalabfindungen.

Außerdem sind Leistungen aus öffentlichen Mitteln an Arbeitnehmer des Steinkohle- und Erzbergbaus, des Braunkohletiefbaus und der Eisen- und Stahlindustrie aus Anlass von Stilllegungs-, Einschränkungs-, Umstellungs- oder Rationalisierungsmaßnahmen in voller Höhe steuerfrei.

Wichtiger Tipp: Prozesskosten sind steuerlich absetzbar!

Die Prozesskosten für Ihre Kündigungsschutzklage sind vollständig steuerlich absetzbar! Als Arbeitnehmer gelten Kosten für eine Rechtsverfolgung (Beratung-, Vertretungs- und Prozesskosten) als Werbungskosten, die in der Steuerberechnung vom Arbeitslohn abgezogen werden können und somit die Steuerbemessungsgrundlage mindern. Sollten Sie also die Kosten für Ihre Kündigungsschutzklage selbst tragen müssen, können Sie zumindest einen Teil in Form von geringeren Steuerabgaben zurück erhalten.

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